Zusammenfassung
- Texas verklagt TP-Link wegen der Kennzeichnung „Made in Vietnam“ und angeblicher Sicherheitsbedrohungen im Zusammenhang mit China.
- TP-Link wurde in den letzten Jahren mehrfach wegen seiner Sicherheitspraktiken und seiner Verbindungen zu chinesischen Hackergruppen kritisiert.
- Wenn Sie einen TP-Link-Router besitzen, ist es wahrscheinlich am besten, die Marke zu wechseln, es gibt aber auch andere Optionen.
Der Generalstaatsanwalt von Texas reichte eine Beschwerde ein. Eine Klage gegen TP-Link Systems, Inc.Die Klage richtet sich gegen TP-Link, die US-amerikanische Tochtergesellschaft des chinesischen Unternehmens. Sie wirft dem Unternehmen irreführende Geschäftspraktiken und die Gefährdung der nationalen Sicherheit vor. Im Kern geht es um die Behauptung, dass die Kennzeichnung „Made in Vietnam“ Verbraucher über die Verbindungen des Unternehmens zu China täusche und dass das Unternehmen von staatlich geförderten chinesischen Hackergruppen für Cyberangriffe gegen die Vereinigten Staaten missbraucht worden sei.

Dies ist nicht das erste Mal, dass TP-Link in die Kritik geraten ist.
Es gibt bereits seit 2023 Bedenken bezüglich TP-Link.
Für diejenigen, die damit nicht vertraut sind, hier ein kurzer Überblick über die Geschichte der TP-Link-Kontroverse:
- Ab etwa 2019 begann die Popularität von TP-Link rasant zu wachsen, und das Unternehmen eroberte einen bedeutenden Anteil am Router-Markt in den Vereinigten Staaten.
- Im Jahr 2023 entdeckten Sicherheitsforscher einen in TP-Link-Routern eingeschleusten Code, der einer chinesischen, staatlich geförderten Hackergruppe namens Camaro Dragon zugeschrieben wurde.
- Anfang 2024 warnten sowohl das FBI als auch die CISA vor einer chinesischen Hackergruppe namens Volt Typhoon, die Router verschiedener Marken, darunter TP-Link, nutzte, um ein Botnetz aus Routern aufzubauen.
- Ende 2024 wurden mehrere Untersuchungen gegen TP-Link eingeleitet. Das Unternehmen trennte seine US-amerikanische Tochtergesellschaft von seiner chinesischen Muttergesellschaft und verlagerte einen Teil der Produktion nach Vietnam, um die Kennzeichnung „Made in China“ zu vermeiden.
Dies führt uns zur aktuellen Klage. Man kann mit Sicherheit sagen, dass der Ruf von TP-Link selbst dann schwer geschädigt sein wird, wenn die Klage ergebnislos bleibt. Tatsächlich... Erwägung eines Verbots von TP-Link-Routern Für einige Zeit.
Was Sie tun können, wenn Sie einen TP-Link-Router besitzen
Wenn Sie einen TP-Link-Router besitzen und sich Sorgen um Datenschutz und Sicherheit machen, haben Sie einige Möglichkeiten.
Wechsel der Routermarke
Die einfachste und effektivste Lösung ist der Austausch gegen ein Modell einer anderen Marke.
- ASUS Es handelt sich um ein Unternehmen mit Sitz in Taiwan, das im Allgemeinen einen guten Ruf in puncto Sicherheit genießt.
- Netgear Es handelt sich um eine bekannte und angesehene amerikanische Marke.
- Ubiquiti Es handelt sich um eine weitere amerikanische Marke, die sich durch starke Sicherheitsmerkmale auszeichnet.
ASUS und Netgear sind wahrscheinlich die beiden beliebtesten Alternativen zu TP-Link und bieten eine große Auswahl an Modellen für unterschiedliche Bedürfnisse und Budgets.
Verwenden Sie ein VPN
Wenn Sie Ihren TP-Link-Router nicht ersetzen können (oder wollen), sollten Sie die Verwendung eines VPNs in Betracht ziehen. Tatsächlich ist die Nutzung eines VPNs unabhängig vom Router ratsam. Selbst wenn Ihr Router kompromittiert wurde, stellt ein VPN sicher, dass niemand Ihren Datenverkehr einsehen kann. Sie können sogar Betreiben Sie Ihr eigenes VPN Um maximale Kontrolle zu erreichen.
Der größte Nachteil ist, dass VPNs nur auf den damit verbundenen Geräten funktionieren. Läuft das VPN auf Ihrem Laptop, sind andere Geräte in Ihrem Netzwerk nicht geschützt. Theoretisch könnten Sie ein VPN direkt auf Ihrem Router einrichten, aber wenn Ihr Router kompromittiert wurde, wäre das keine gute Idee.
Verwalten Sie Ihren Router lokal.
TP-Link-Router verwenden eine TP-Link-ID und eine Smartphone-App zur Verwaltung. Da diese mit dem Internet verbunden sind, stellen sie ein potenzielles Einfallstor für Datenverlust dar, falls die Router kompromittiert werden. Es gibt jedoch Möglichkeiten, dieses Problem teilweise zu umgehen:
- TP-Link-ID entkoppeln: Melden Sie sich bei der TP-Link-Weboberfläche an, indem Sie zu folgender Adresse gehen: http://tplinkwifi.net/Melden Sie sich mit Ihrem Administratorpasswort an und gehen Sie zu Erweitert > TP-Link-ID, und klicke Lösen Neben Ihrer E-Mail-Adresse. Dadurch wird der Hauptverbindungspfad des Routers zum Heimnetzwerk unterbrochen.
- Lokale Routerverwaltung: Löschen Sie die Smartphone-Verwaltungs-App und verwalten Sie Ihr Netzwerk lokal über die Router-Verwaltungsseite.
Diese Maßnahmen garantieren zwar nicht unbedingt, dass sich der Router nicht mit dem Heimnetzwerk verbindet, aber sie beseitigen die häufigsten Ursachen dafür.
Letztendlich müssen Sie, wenn Sie einen TP-Link-Router besitzen, diesen (noch) nicht unbedingt loswerden. Wir empfehlen Ihnen jedoch, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen und die Entwicklungen in diesem Bereich zu verfolgen.










